Zitronentarte

Ganz neu in meinem Rezeptefundus, aber schon an den kollegialen Versuchskaninchen erprobt und von selbigen freigegeben, ist diese Tarte. Ein herrlich fruchtig-süß-saurer Vorgeschmack auf den Sommer, der ja noch immer auf sich warten lässt, funktioniert aber sicherlich auch bestens, wenn wir uns längst draußen auf der Picknickdecke breitgemacht haben und uns die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Einen Versuch ist es wert.

Für den Mürbteig:
300 g Mehl
1 Prise Salz
80 g Zucker
150 g kalte Butter
1 Eigelb

Für die Füllung:
4 unbehandelte Zitronen
350 g Zucker
4 Eier

Ansonsten:
Hülsenfrüchte zum Blindbacken
2 EL Sahne zum Bestreichen

Die Zitronen heiß waschen und abtrocknen. Von 2 Zitronen die Schale fein abreiben und die Früchte dann mit einem scharfen Messer so schälen, dass von der weißen Haut nichts mehr zu sehen ist. Das Fruchtfleisch ganz fein schneiden (die Kerne entfernen) und mit sämtlichem Saft, der sich auf dem Brettchen gesammelt hat, in eine Rührschüssel zu der fein abgeriebenen Schale geben. Die beiden anderen Zitronen mit der Schale in hauchzarte Scheiben schneiden (wieder Kerne entfernen) und mit dem Zucker zu dem Fruchtfleisch geben. das Ganze über Nacht abgedeckt ziehen lassen.

Für den Mürbteig das Mehl mit dem Zucker und dem Salz mischen. Die Butter in dünnen Scheiben dazugeben, das Eigelb ebenfalls und auch noch 3 Esslöffel eiskaltes Wasser und alles am besten mit den Händen rasch verkneten. Den glatten Teig zu einer Kugel formen und eine halbe Stunde kalt stellen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Springform oder Tarteform großzügig einfetten. Übrigens: Auch wenn es hübscher aussieht, kann ich eine Tarteform nur bedingt empfehlen, denn die Stücke lassen sich nachher nur schwer herausheben – aber vielleicht kennt jemand ja einen guten Trick dafür. Jetzt eine Hälfte des Teigs in die Backform drücken, ein Stück Backpapier (größer als die Form) darüber legen und die Hülsenfrüchte darauf verteilen. Etwa 15 Minuten backen.

Von der Fruchtmischung die Zitronenscheiben entfernen und dabei etwas ausdrücken. Es sollten etwa 600 ml Saft (mit Fruchtfleisch) übrig bleiben. Die Eier mit einem Schneebesen schaumig schlagen und zu dem Zitronensaft geben. Alles gut mischen.

Die zweite Teighälfte zu einer Platte in der Größe der Backform ausrollen – wie immer geht das am besten zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie, denn dann kann man die Platte gut bewegen und es bleibt nicht alles am Nudelholz kleben. Den vorgebackenen Boden aus dem Ofen nehmen, die Zitronenmischung hineingießen und die zweite Teigplatte darauflegen. Überstehende Ränder einfach mit einer Gabel festdrücken. Den Teigdeckel mit der Sahne bestreichen und die Tarte 50 Minuten hellbraun backen. Gut auskühlen lassen, aber frisch servieren.

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2 Antworten auf Zitronentarte

  1. Micki sagt:

    Am Sonntag getestet und für köstlich befunden! Es gibt übrigens zweiteilige Quiche- und Obstkuchenformen, die für solch eine Tarte prima funktionieren.

    • Schokosteffi sagt:

      Allerdings, das kann ich nur bestätigen. Diese Formen sind super. Keine bröselige Zerstörung mehr in der herkömmlichen Keramikform, weil der Mürbeteig in den welligen Rändern festhängt. Gibt es übrigens auch beim schwedischen Möbelhaus.

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